15.07.2010

Feuer in der Lüneburger Innenstadt

Lüneburg. Während der Ladenbesitzer eines Bekleidungsgeschäftes in der Seitengasse Zollstraße zwei Kunden bediente, bemerkten Passanten starke Rauchentwicklung aus dem Erdgeschoss seines Geschäftes. Bei einer entsprechenden Nachschau durch den Ladenbesitzer wurde dies bestätigt - im Erdgeschoss waren die ersten Feuerflammen zu sehen. Der Eigentümer und die Kunden verließen umgehend das Geschäft. Kurz darauf wurden Feuerwehr und Polizei alarmiert, die nur wenige Minuten später am Brandort eintrafen. Insgesamt war die Feuerwehr Lüneburg mit rund 80 Einsatzkräften und mehreren Fahrzeugen, darunter drei Drehleiter-Fahrzeugen, vor Ort. Das Feuer breitete sich nur innerhalb weniger Minuten auf das gesamte Gebäude aus. Die Löscharbeiten dauerten über zwei Stunden an, weil sich in der Zwischendecke des brandbetroffenen Altbaugebäudes immer wieder neue Glutnester bildeten.
Für die Dauer des Löscheinsatzes wurden Seitenstraßen, unter anderem Große und Kleine Bäckerstraße, Glockenstraße sowie der Glockenhof vorübergehend abgesperrt. Durch die starke Rauch- und Qualmentwicklung wurden auch angrenzende Läden und Geschäfte in Mitleidenschaft gezogen. Inwieweit an diesen Gebäuden ebenfalls Sachschaden entstand, ist derzeit noch nicht bekannt.
Bei dem Einsatz wurde eine 26-jährige Polizeibeamtin verletzt. Mit einer leichten Rauchgasvergiftung wurde sie ins Klinikum Lüneburg gebracht. Nach der Behandlung war sie jedoch wieder dienstfähig. Vier weitere Personen, die unter Schock standen, wurden direkt vor Ort medizinisch versorgt.
Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt, da das Geschäft samt dem Bekleidungsinventar komplett ausbrannte. Die Polizei beschlagnahmte den Brandort für weitere Ermittlungen. –pol/EP-Redaktion/bk-

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