Fünf Zwerge und eine Hochzeit in der Wartehalle
Bleckede. „Vorhang auf“, hieß es am vergangenen Mittwoch für die Theater AG der Realschule Bleckede. Am „Tag der offenen Tür“ der Schule konnte die Theatergruppe ihre Stücke, an denen sie seit einem Jahr gearbeitet haben, vor einem kleinen Publikum, bestehend aus Eltern und Geschwistern, aufführen.
Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse waren sichtlich nervös, als die AG-Leiter Peter und Undine Andersonn sie unter großem Applaus auf die Bühne riefen. Doch das anfängliche Lampenfieber war schnell verschwunden und die Nachwuchs-Schauspieler kamen voll aus sich raus.
Die ersten Szenen handelten von verschiedenen, ein wenig skurrilen Situationen in einer Wartehalle. Mal konnte eine Frau noch in letzter Sekunde einer spontanen Hochzeit entkommen, das andere Mal waren Aliens gelandet und auch Diebe und Popstar Justin Bieber trieben sich auf dem Platz herum. Die Zuschauer waren von den kreativen und lustigen Ideen der Gruppe begeistert und spendeten eine Menge Applaus.
Nach einer kurzen Umbauphase folgte das Märchen „Schneewittchen und die fünf Zwerge“, das Undine Andersonn extra für die Theater AG geschrieben hat. Wie der Titel verrät, ähnelte es ein wenig dem bekannten Märchen von den Gebrüdern Grimm, doch neben den fehlenden zwei Zwergen gab es noch andere feine Unterschiede. Die Schüler brachten ihre ganz eigene, frische Version auf die Bühne, die ein wenig frecher und flotter als das schon eingestaubte Original war. Da schleimt sich die böse Stiefmutter mit einer Spielzeugpistole als Geschenk bei dem verwitweten König und seiner Tochter ein und das schlafende Schneewittchen wird am Ende von ihrem Prinzen wachgerüttelt, statt zärtlich geküsst.
Allein mit ihrem lebhaften Spiel und einigen wenigen Requisiten zog die Theatergruppe das Publikum in ihren Bann, das von der Leistung der jungen Darsteller, trotz einiger seltener Textunsicherheiten, sehr beeindruckt war. Am Ende gab es tosenden Applaus für die 13 Schülerinnen und Schüler der AG und ihre Leiter Peter und Undine Andersonn, die ebenfalls sehr stolz auf ihre Gruppe waren. Na, wenn sich da die vielen Proben nicht gelohnt haben! –Jugendredaktion/carina-

