Heidekönigin aus Schneverdingen springt für Sander ein
Dahlenburg. Alles war gut vorbereitet, Umweltminister Hans-Heinrich Sander hatte zugesagt und wollte am Freitagnachmittag im Orchideengarten Karge in Dahlenburg im Rahmen des europäischen Sommertreffs der Orchideenfreunde eine Neuzüchtung auf den Namen ‚Heide‘ taufen. Mit dem Namen ‚Heide‘ verband die Betriebsinhaberin Marei Karge gleich zwei Ziele, zum einen trägt die Ehefrau des vorgesehenen Taufpaten Hans-Heinrich Sander den Vornamen Heide und zum anderen soll auch eine Verbindung zur Region der Lüneburger Heide hergestellt werden. Nach einem Telefonat mit Minister Sander am Freitagmorgen war klar, dass der Minister wegen eines Krankenhausaufenthaltes nicht nach Dahlenburg kommen kann. Kurzfristig hatte Marei Karge die Schneverdinger Heidekönigin Jana Schröder als Taufpatin gewinnen können. Landrat Manfred Nahrstedt, der direkt von der Einweihung der neuen Molda-Zufahrt kam, staunte nicht schlecht, als er der Heidekönigin aus Schneverdingen gegenüberstand. „Die Heidekönigin aus Amelinghausen war terminlich anderweitig gebunden und so helfen wir uns halt gegenseitig“, erklärte Manfred Nahrstedt. „Solche Termine wie heute sind besonders angenehm, keine Defizitdebatten, keine roten Zahlen, sondern nur Freude“, sagte der Landrat und fragte scherzhaft nach, „was denn Politiker und Orchideen gemeinsam haben“? Die Antwort gab er selbst: „Von der Knospenbildung bis zur Blüte drehen sie sich um 180 Grad“.
Die neue Orchideenzüchtung brauchte sieben Jahre bis zur Blüte und wurde mit Pollen aus Thailand gekreuzt. Die Neuzüchtung wird weltweit unter dem Namen ‚Heide‘ vertrieben und ist inzwischen mit einer vorliegenden Anerkennungsurkunde in London registriert. Im Rahmen des dreitägigen Europäischen Sommertreffs sind Orchideenzüchter und Orchideenfreunde aus Deutschland und dem europäischen Ausland nach Dahlenburg gekommen, um sich auszutauschen und Pflanzen durch die Deutsche Orchideengesellschaft zu bewerten und zu prämieren. -EP-Redaktion/jw-

