In Ventschau möchte man Kröte sein

Krötenzählung in Ventschau: Unter reger Beteiligung der Mitglieder legte der Vorstand des Bürgervereins Rechenschaft ab
Ventschau. Der Bürgerverein ist die Engagement-Zentrale von ‚Bad-Ventschau-City’, wie einige Vereinsmitglieder ihren Ort liebevoll bezeichnen. Im Jahresrückblick konnte der Vorsitzende Helmut Klein - unter Assistenz von Birgit Michaelis - den über 30 Gästen von den Aktivitäten berichten. Einen besonderen Platz nahm dabei die Krötenrettung ein. Durch die 600 Meter Krötenzaun - 300 Meter je Straßenseite - und viele, viele helfende Hände, wurden allein 2009 rund 2.500 Amphibien über die Straße getragen. In den letzten 11 Jahren zusammen waren es etwa 33.000! Dabei gibt es ‚Spitzenjahrgänge’ in denen sogar mehr als 4.000 Lurche an Ventschaus Zäunen auf ihre menschliche Begleitung warteten. Womit die große Schwankung in Zusammenhang steht, ist noch nicht wirklich bekannt.
Geduld und Wissen sind gefragt, um die Wanderungszeit und die erforderlichen Witterungsbedingungen richtig abzuschätzen. Das führte in 2009 zu einer Beobachtungszeit von Februar bis April. Die Kröten werden jetzt internetfähig: der Landkreis Lüneburg hat eine entsprechende Datenbank eingerichtet, um die Populationsentwicklung zu beobachten und die Bestandsforschung zu präzisieren. Birgit Michaelis wird die Datenbank für Ventschau pflegen.
Die Kröten haben zwar einen besonderen Platz in der Planung des Bürgervereins, sind aber nicht die einzige Attraktion. Das berühmte Open Air Konzert in Ventschau auf dem Hof Thiele wurde von über 240 Gästen besucht. Der Versuch, sich vom Spanferkel zu trennen und per attraktiven Imbisswagen die Geschmäcker zu verwöhnen, verlief nicht wirklich überzeugend. Es hat zwar niemand gehungert, aber in Zukunft gibt es wieder Schweinchen. Auch so etwas kann zur Tradition werden.
Birkenpflanzaktion und Ausflugplanung - der Bürgerverein hat fast immer etwas vor. Oder? Bedauert wurde, dass es praktisch eine Art Winterschlaf von Oktober bis ins Frühjahr gibt, in der keine Veranstaltungen angeboten werden. Ideen, wie man auch den Winter beleben kann, werden den Verein in diesem Jahr beschäftigen. Ein Grund für dieses Tief im Winter soll unbestritten das Alter sein, das viele Orte beschäftigt. In der dunklen Jahreszeit verlassen viele Bürgerinnen und Bürger ihre Häuser nur ungern, wenn das Tageslicht weniger wird. -EP-Redaktion/ez-
