Kinder, Kirche, Abenteuer - passt das zusammen?
Dahlenburg. Die Pastoren der Dahlenburger St. Johannes-Kirche und der Nahrendorfer St. Lamberti-Kirche, Christian Gohde und Stephan Lackner, riefen einen spannenden Ferienbeginn aus und 50 Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren kamen. Mit 20 jugendlichen Helferinnen und Helfern wurde ein spannendes Programm für 24 Stunden geboten. Zunächst ging es in der St. Johannes-Kirche darum, sich mit dem ungewöhnlichen ‚Spielplatz’ vertraut zu machen, einerseits um die Kirche kennen zu lernen, andererseits um das räumliche Empfinden der Kinder zu schärfen. Nicht alle fühlten sich ohne Eltern und Geschwister immer ganz wohl.
Die Kirche wurde aus zwei Perspektiven erobert: Vorbereitete Fotos, die einen Abschnitt der Kirche darstellten, sollten zugeordnet werden (ein Bogen, eine Tür, ein Teil des Altars). Da musste mancher ganz schön genau hinschauen, um die richtige Stelle zu finden. In einem anderen Spiel hieß es, mit beiden Händen einen Rahmen zu bilden, durch den ein kleinerer Ausschnitt des Gebäudes betrachtet wurde. Die richtig große Kirche wurde so von oben bis unten unter die Lupe genommen. Neben gemeinsamem Essen und Spielen stand auch eine Nachtwanderung auf dem Programm. Da wurde einigen Kindern etwas mulmig, weil sie weder das Nachts-draußen-sein noch die Umgebung im Dunkeln kannten - so waren sie zunächst skeptisch. Später, als alle sich im Altarraum zum Schlafen eingerichtet hatten und von ihren Erlebnissen müde geworden waren, gab es auch für die HelferInnen ein paar ruhige Stunden.
Nach dem gemeinsamen Frühstück wurde gebastelt und alle waren mit Feuereifer dabei. Es wurden Kerzen verziert, Würfel mit Tischgebeten beschriftet und gefaltet sowie ein großes Kirchentuch mit Farbe versehen. Kaum bemalt - nur ein paar Symbole -, aber mit 50 farbigen Handabdrücken war jedes Kind an der Entstehung des Tuches beteiligt. Am Dienstag um 14 Uhr waren alle Beteiligten sowie die Eltern Großeltern, Geschwister zu einer Andacht mit Abendmahl und selbst hergestellten Oblaten eingeladen, um diesen aufregenden Tag ruhig ausklingen zu lassen. Beim Abendmahl waren alle gleichzeitig im Altarraum. Die „Lütten“ in der Mitte und die Größeren standen wie ein schützender Dreiviertelkreis um sie herum. Die Lieder wurden von den beiden Pastoren auf ihren Gitarren begleitet und die Kinder hatten noch genug Geduld, diese 30 Minuten mitzusingen, bevor sie ihren Familien soooviel zu erzählen hatten. –EP-Redaktion/ez

