22.12.2009

Kinderkrippe ‚Zwergentreff‘ in Barendorf eröffnet

Schlüsselübergabe: Krippenleiterin Brigitte Herbst, Bürgermeister Bernd Hein, Architektin Ute Kerkering-Kamp

Schlüsselübergabe: Krippenleiterin Brigitte Herbst, Bürgermeister Bernd Hein, Architektin Ute Kerkering-Kamp

Barendorf. Ein Beispiel guter Zusammenarbeit und Abstimmung nannte Landrat Manfred Nahrstedt die neue Kinderkrippe ‚Zwergentreff‘ in Barendorf anlässlich der Einweihung am vergangenen Montag. Bürgermeister Bernd Hein begrüßte im Obergeschoss der Kinderkrippe ‚Zwergentreff‘ zur offiziellen Eröffnung Landrat Manfred Nahrstedt, Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer, den 1. Samtgemeinderat Rainer Sievers, den Vorsitzenden des Ausschusses für Bau, Verkehr und Umwelt der Gemeinde Barendorf Erich Waldow sowie die Vertreter des Gemeinde- und Samtgemeinderates und der Verwaltung. Besonders begrüßte Bernd Hein die Bürgermeister Burkhard Bisanz, Reinstorf, Christopher Scharnhop, Vastorf, und den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Wendisch Evern,  Reiner Leppel.

 

Gemeinsame Sache gemacht

Die Gemeinde Barendorf hat in Absprache und mit finanzieller Unterstützung der Gemeinden Vastorf, Reinstorf und Wendisch Evern neben der bereits bestehenden Krippe in Neetze fünfzehn weitere Krippenplätze in der Samtgemeinde Ostheide geschaffen. Die drei Gemeinden haben ihre Förderkontingentanteile an die Gemeinde Barendorf abgetreten und entsprechende Betriebsverträge abgeschlossen. Ein ehemaliges Lehrerhaus der Gemeinde Barendorf wurde zur Kinderkrippe an- und ausgebaut. In einem freundlichen, hellen Gelb gehalten, mit Solaranlage und Abwasseraufbereitung versehen sieht das Gebäude mit dem Anbau auf der Rückseite aus wie ein Neubau und passt sich sehr gut der Umgebungsbebauung an. Der Architektin Ute Kerkering-Kamp ist es gelungen, aus dem Siedlungshaus der 60-ziger Jahre ein funktionales, modernes und dennoch ansprechendes freundliches und bedarfsgerechtes Gebäude zu schaffen.  Die Architektin hat auch die Vorgabe der Gemeinde erfüllt, das Gebäude ohne großen Umbauaufwand wieder als Wohnhaus nutzen zu können, falls eine Kinderkrippe aufgrund der Einwohnerentwicklung nicht mehr betrieben werden könne.

 

Umbau oder Neubau?

Die Frage, ob es sich um einen Umbau oder um einen Neubau handelt, ist auch im Zusammenhang mit der Zuschussgewährung des Landes Niedersachsen und den dazu ergangenen Richtlinien strittig. Für Bürgermeister Bernd Hein steht fest, dass der Gesamtaufwand für die Krippe einem Neubau gleichkommt und bei der Berechnung der Zuschüsse auch als solcher angesehen werden muss, während die Landesschulbehörde von einem Umbau ausgeht. Für Krippenplätze, die durch Neubauten geschaffen werden, können Zuschüsse pro Platz bis zu 13.000 Euro gewährt werden, für Plätze in Umbauten lediglich bis zu 5.000 Euro pro Platz. Die für die Zuschussgewährung entscheidende Frage wird Bürgermeister Bernd Hein zusammen mit Kreisrat Jürgen Krumböhmer in Hannover klären und hofft, mit seiner Auffassung Gehör zu finden.

„Die Gesamtkosten der Kinderkrippe ‚Zwergentreff‘ betragen etwa 250.000 Euro. Es werden zwei Erzieherinnen und eine ‚Springerkraft‘ beschäftigt und der Vollbetrieb wird in Kürze mit fünfzehn Kindern anlaufen“, sagte Bürgermeister Hein bei der Begrüßung. Ein großes Schild mit der Aufschrift ‘Kinderkrippe Zwergentreff’ brachte Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer als Begrüßungsgeschenk mit. Beide Einrichtungen in Neetze und in Barendorf mit insgesamt dreißig Krippenplätzen entsprechen dem derzeit ermittelten Bedarf in der Samtgemeinde Ostheide und den Eltern in der Samtgemeinde Ostheide wird mit der neuen Krippe eine weitere gute Kinderbetreuungsmöglichkeit angeboten. –EP-Redaktion/jw-

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