Lernen statt ‚Daddeln’

Über die neuen Computer freuten sich gemeinsam (v.l.n.r.): Rolf Parlow, die designierte Hauptschulleiterin Birgit Farley, Carsten Junge, Michael Wieske und Sparkassen-Marktleiter Jürgen Reimer, sowie die Realschülerinnen Victoria Jackson und Luisa Simon
Bleckede. Heutzutage besitzt fast jeder Schüler Zuhause einen funktionstüchtigen Computer und Internetanschluss. Da machen auch die Real- und Hauptschüler am Schulzentrum in Bleckede keine Ausnahme. „Die Generation ist ans Internet gewöhnt“, weiß Rolf Parlow, Schulleiter der Bleckeder Realschule. Aufgrund dessen seien auch die Anforderungen an die Geräte in den Schulen entsprechend hoch. Schließlich möchte man im Unterricht nicht mit schlechterer Qualität arbeiten müssen, als im eigenen Kinderzimmer. Das dachte sich auch die Sparkassenstiftung ‚Neue Technologien für Schulen’ und investierte jetzt rund 20.000 Euro, um die Computerräume im Bleckeder Schulzentrum zu modernisieren.
Bei ihrer Gründung vor knapp 10 Jahren hatte es sich die Stiftung noch zur Aufgabe gemacht, alle Schulen im Landkreis Lüneburg mit Computern auszustatten. „Nun geht es in die zweite Runde, in der wir die alten Rechner austauschen und die Räume dem neusten Stand entsprechend ausstaffieren“, erklärte Carsten Junge, Geschäftsführer der Stiftung.
Angefangen hat man damit nun im Bleckeder Schulzentrum. Zwei Computerräume sind komplett mit neuer Hardware bestückt worden, von der Maus bis hin zum Rechner. Ein weiterer Raum hat neue Bildschirme erhalten. Insgesamt stehen den Haupt- und Realschülern nun rund 75 Computer zur Verfügung, wovon ca. 50 neu angeschafft wurden.
Über diese „Bescherung“ freuen sich besonders die Schüler selbst, die des Öfteren mit „flackernden Bildschirmen, abgenutzten Tastaturen und den lauten Rechnern“ - so der Kommentar der Realschülerinnen Victoria Jackson und Luisa Simon - zu kämpfen hatten.
Die starke Abnutzung der alten Geräte erklärt sich Rolf Parlow vor allem durch die Einführung der Ganztagsschule in Bleckede: „Je länger die Schüler in der Schule sind, desto intensiver werden eben die Computer genutzt.“ Aber auch Vandalismus sei ein großes Problem.
Davor sind auch die neuen Rechner nicht zu hundert Prozent sicher, dennoch wurde viel Geld in die Sicherheit gesteckt, genauer in Programme, die in erster Linie dem Schutz und der Kontrolle der Jugendlichen im Internet dient. So soll beispielsweise durch Internetfilter verhindert werden, dass die Schüler auf illegalen Seiten surfen oder auf beliebten Plattformen „daddeln“ können. „Die Schüler sollen sich auf ihre Aufgaben konzentrieren und lernen, wie sie ihren Rechner auch in Zukunft sinnvoll nutzen können, beispielsweise bei der Berufsorientierung“, so Michael Wieske, Leiter des Fachdienstes ‚Schule und Kultur’ im Landkreis Lüneburg, der eng mit der Sparkassenstiftung zusammenarbeitet. Dank der neuen Flachbildschirme und der schnellen sowie flüsterleisen Rechner soll diese Lernarbeit nun viel leichter von der Hand gehen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die „gewitzten“ Schüler nicht allzu bald einen Weg finden werden, wie sie die „Internet-Sicherheits-Mauern“ überwinden können, denn sie haben aufgrund ihrer technischen Kenntnisse bereits in der Vergangenheit so manche Lücke im System entdeckt. -EP-Redaktion/cb-
