17.06.2010

Ligareform trug zum Abstieg bei

DSK-Trainer Jens Kaske, der Verein und der DSK-Anhang hoffen, dass Thomas Gnida (links) und Alexander Rodin auch in der kommenden Saison wieder gemeinsam für den DSK Tore erzielen.

DSK-Trainer Jens Kaske, der Verein und der DSK-Anhang hoffen, dass Thomas Gnida (links) und Alexander Rodin auch in der kommenden Saison wieder gemeinsam für den DSK Tore erzielen.

Dahlenburg. Nach dem verlorenen Relegationsspiel gegen Soderstorf in Reppenstedt und dem damit verbundenen Abstieg des DSK in die Kreisliga zog Coach Jens Kaske gegenüber der EP eine Bilanz der abgelaufenen Saison 2009/2010 und gab einen Ausblick auf die am 7. August beginnende Kreisligasaison.

„Trotz des Abstieges hat der DSK alles in allem eine für einen Aufsteiger in die Bezirksliga recht positive Serie gespielt. Von den 28 Spielen wurden 10 siegreich und vier mit einer Punkteteilung absolviert. 34 Punkte in einer Staffel mit fünfzehn Mannschaften reichen normalerweise immer für den Klassenerhalt. Lediglich durch die Ligareform und die daraus resultierende erhöhte Zahl von fünf Absteigern, waren es am Ende dann doch zu wenig Punkte. Die Offensivleistung der Mannschaft hat sich als bezirksligatauglich dargestellt, im Defensivverhalten der gesamten Mannschaft gab es jedoch immer wieder Mängel. So wurde durch das teilweise risikoreiche Offensivspiel nicht genügend Entlastung für die Abwehr geschaffen und die Defensivspieler mussten sich beim Umschalten von Angriff auf Abwehr häufig mit einer gegnerischen Überzahl auseinandersetzen. Besonders nach dem Ausfall von Arthur Fangrat fehlte es im Abwehrzentrum häufig auch an der Kopfballstärke bei Standartsituationen. Taktisch hat sich die Mannschaft weiterentwickelt, auch wenn man bedenkt, dass nur wenige Spieler vorher in höherklassigen Jugendmannschaften gespielt und wir nach wie vor eine sehr junge Mannschaft haben. Beim Relegationsspiel in Reppenstedt war nur ein Spieler in der Startelf, der über 30 Jahre alt war“, sagte Jens Kaske und gab zugleich einen Ausblick auf die kommende Saison.

 

Zurück zum alten Glanz - DSK will wieder ‚oben‘ mitspielen

„Wir hoffen, dass wir den Kader der Rückserie weitgehend zusammen halten können. Robin Göhlke wird den DSK nach sechs sehr erfolgreichen Jahren wieder in Richtung seines Heimatvereins Thomasburg verlassen. Sebastian Schröder steht aus beruflichen Gründen - wenn überhaupt - nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung“, führte Kaske weiter aus. Kritisch sieht er die „Scheckbuchmentalität“ einiger ‚Möchtegern-Manager’, die mit ihren offenen Portemonnaies durch die Gegend laufen, den Jungs wilde Versprechungen machen und immer ganz laut ‚weinen‘, wenn ihnen dann selbst mal ein Spieler abspringt. „Einige junge Spieler werden aus der A-Jugend-Spielgemeinschaft mit Zernien langsam an den Ligabereich herangeführt und Lars Schulz hat gegen Soderstorf drei Tage nach seinem 18. Geburtstag bereits ein vielversprechendes Debüt gegeben. Arthur Fangrat, der unserer Truppe auch als Typ gut getan hat, würde gerne noch einmal für den DSK verteidigen, leider lässt seine berufliche und gesundheitliche Situation das im Moment nicht zu.

Sportlich wird sicher viel vom Saisonstart abhängen. Wichtig wird es sein, dass wir uns möglichst schnell wieder an die überwiegend ‚mannbetonte‘ Spielweise in der Kreisliga gewöhnen, ohne dabei unser spielerisches Potential zu sehr außer acht zu lassen. Wenn wir weitgehend von langwierigen Verletzungen verschont bleiben, ist das Minimalziel für die nächste Saison ein Platz unter den ersten vier Mannschaften in der Kreisliga. Als größte Konkurrenten erwarte ich Reppenstedt und Bardowick, wobei auch Erbstorf und Wendisch-Evern eine gute Rolle spielen werden“, blickt Jens Kaske in die Zukunft und bedankt sich ganz besonders bei den treuen Fans des DSK, die bei 13 von 14 Auswärtsspielen die Mannschaft mit dem Fanbus begleitet und grandios unterstützt haben sowie bei Organisator Hans-Dieter Lenz.

Nach einer sehr kurzen Saisonpause muss der DSK bereits am 23.07.2010 sein Pokalspiel gegen den VfL Bleckede und am 25.07.2010 das erste Spiel im Göhrde-Pokal in Neu Darchau bestreiten. -EP-Redaktion/jw-

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue