17.06.2010

Wir hier an der Elbe sind zu Haus am selben Fluss…

Der Elbe ein Ständchen brachte der Chor der Elbtal-Grundschule gemeinsam mit vielen anderen Kindern, die an der Elbe zuhause sind und Liedermacher Rolf Zuckowski

Der Elbe ein Ständchen brachte der Chor der Elbtal-Grundschule gemeinsam mit vielen anderen Kindern, die an der Elbe zuhause sind und Liedermacher Rolf Zuckowski

Hitzacker. ...zu Haus am selben Fluss - so sangen die 195 Mitglieder der Kinderchöre aus den Elbestädten Hitzacker, Dannenberg, Bleckede, Hamburg-Blankenese und aus dem tschechischen Radost mit dem beliebten Liedermacher Rolf Zuckowski auf der Wiese am See anlässlich des 3. Elbekirchetages in Hitzacker. Ein wunderbares Konzert mit über 800 kleinen und großen Zuhörern. Viele Bleckeder Familien begleiteten ihre Kinder, die im Schulchor der Elbtal Grundschule mitsangen und konnten über die Leistung des Chores unter der bewährten Leitung von Bernhard Chwatinski sehr zufrieden sein. Die Begeisterung war den 38 Bleckeder Chorkindern abzuspüren als sie in großer Gemeinschaft mit den Regenbogenkids und den tschechischen Kindern Radost aus Pardubice sangen „Wir hier an der Elbe sind zu Haus am selben Fluss - wir sind anders als ihr - na und?“ Rolf Zuckowski verstand es, das Publikum klatschend und singend mitzureißen und auch das Thema des Elbekirchentages. „Ein Fluss verbindet - Zukunftsbilder für die Elbe“ ein zu beziehen.

Aber nicht nur musikalisch hatte der Elbekirchentag für Kinder und Familien etwas zu bieten. Auf der Wiese des Archäologischen Zentrum war das große ‚Elbkinderlandspiel’ mit seinen zwölf Stationen aufgebaut. Dieser Parcours, der von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern begleitet wurde, sollte Kindern wie Erwachsenen den Elbestrom spielerisch näher bringen. Im Spiel konnten alle viel über den Fluss und die an ihm liegenden Städte erfahren. Eine Kletterwand stand symbolisch für das ‚Elbsandsteingebirge’, in ‚Stade’ konnten sie Apfelsaft pressen, in ‚Dömitz’ eine Brücke bauen und im ‚Cuxhavener’ Mündungsgebiet in Fühlkisten Muscheln und Seesterne aus dem Wattenmeer ertasten.

Während einer Konzertpause kam gerade der 62-jährige Elbeschwimmer Claus Rainer Wolter an, der 63 Kilometer von Wahrenberg nach Hitzacker in elf Stunden in der Elbe geschwommen war. Mit der Aktion am Elbekirchentag möchte er wachrütteln und daran erinnern, dass die Natur „viel Schönes zu bieten hat und es mehr gibt, als vor dem Fernseher oder dem Computer zu hocken“. Begleitet wurde der Elbschwimmer von einem DLRG Team in Hitzacker mit einem Boot. Pastor Jens Rohlfing, der alle willkommen hieß lud zum weiteren Mitmachen am Elbekirchentag um die Kirche ein. Samstag und Sonntag hatten über 25 Gruppen und Initiativen ihre Stände auf dem Markt der Möglichkeiten aufgebaut und ihre Zukunftsbilder für die Elbe dargestellt.

Am Samstag fanden außerdem die Theatervorführungen und Lesungen von Karin Toben und Axel Kahrs in der Kirche statt. Die Verantwortlichen für das ‚Gorlebener Gebet’, Ehepaar Kuhl und Theda Kruse, luden um 22.00 Uhr zu einem ‚Politischen Nachtgebet’ in die Kirche zum Thema ‚Das Leben wählen’ ein. Hier ließen die  TeilnehmerInnen mit Informationen und Kleingruppengesprächen, Schweigen, Beten und Singen diesen erlebnisreichen ersten Tag des Elbekirchetages ausklingen, den Bürgermeister Karl-Heinz Jastram und Pastor Jens Rohlfing am Morgen unter dem Motto ‚Ein Fluss verbindet - Zukunftsbilder für die Elbe’ auf dem Podium vor der Kirche mit den Posaunenchören Hitzacker und Mühlberg eröffnet hatten. In der Kirche ging es dann weiter mit der Bibelarbeit ‚Wellenschlag’, die von Superintendent Wichert von Holten, Lüchow-Dannenberg und Superintendent Christian Cordes gehalten wurde und musikalisch umrahmt von Kantorin Tina Jobus an der Orgel.

Die viele Stände mit Informationen und Wasseraktionen luden zum verweilen und Informieren ein. Für Essen und Trinken sorgten die Frauen der Gemeinde und die Landfrauen, die ev. Jugend und die ‚Weltbürger’. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden boten mobil mit Bollerwagen Getränke und Brezeln an. -eti-

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue