Wir kommen ins Finale

1. Halbzeit: Die Ruhe vorm Anpfiff täuscht, taktisches Kauen bei den Finalisten und Lauern auf Fehler des Gegners ...
Hodenhagen. Morgens ein Fläschchen Milch zum Hähnchenbrustfilet, dazu ein paar leckere Steaks – dann ist Anpfiff! Rico und Kico, die beiden weißen Tiger aus dem Serengeti-Park Hodenhagen, sind in ihrem Trainingslager bei Regina Hamza groß und stark geworden, „etwa wie Schäferhunde mit kurzen, dicken Beinen“, beschreibt die Tierpflegerin die aktuelle Tigerbaby-Statur. Inzwischen bringen sie über 15 Kilo auf die Waage (jeder einzelne) und spielen leidenschaftlich gern - na was schon - Fußball!
Es geht um viel, ums Fleisch und ums Leder. Wenn sich die beiden zum Match auf dem grünen Rasen treffen, ist es immer ein Finale. Die Gelassenheit beim Anstoß täuscht, ist taktische Finesse. Wer zuletzt kaut, den bestraft der Gegner, doch knapp vorbei ist auch daneben! Rächt sich ein stürmische Start und am Ende siegen die besseren Nerven nach genüsslich zerkleinertem Steak?
„Zwei Minuten brauchen sie“, kommentiert ihre ‚Ziehmutter’ Regina Hamza, das Ergebnis der ersten Halbzeit (ausgetragen mit dem grünem Leder), „um einen handelsüblichen Ball zu zerlegen.“ Die Tore, in der Vorrunde noch aus Pappkarton, wurden gründlich zerpflückt, so dass inzwischen ein ‚richtiges Gehäuse’ für die Stürmer in Streifen aufgebaut werden musste.
Zweite Halbzeit, zweiter Ball (schwarz-weiß): Die Gegner gönnen sich nichts, rennen über den Rasen und purzeln über die eigenen und natürlich die Beine des Gegners. Und dann ein ‚böses’ Foul an der Strafraumgrenze ... „Ihr Gebiss ist mächtig stark geworden“, weiß Regina Hamza aus Erfahrung. Nur noch wenige Wochen, dann beginnt auch für Rico und Kico der Ernst des Lebens, dann sollen sie in den Serengeti-Park ausgewildert werden. Inzwischen wissen sie auch ihre Pranken einzusetzen: Sicher hält der Tiger den flach geschossenen Freistoß! Mit einem verdienten Unentschieden unter Brüdern und nach einem aufregenden Spiel verabschieden sich Rico und Kico unter die Dusche – pardon, in den Pool. Denn wie es sich für gut erzogene ‚Königstiger’ gehört, gehen die beiden nach dem Sport natürlich baden, in ihr kleines privates Planschbecken im Hodenhagener Garten. Friedlich und faul nach manchem ‚Foul’ entspannen sie sich beim ‚Wasserball’. – Der wohl spritzigste WM-Tipp zur Beruhigung überhitzter Gemüter. –EP-Redaktion/sn-
