Ein "Terrier" geht in den Ruhestand

Käthe Frank gemeinsam mit ihrer designierten Nachfolgerin an der Jörg-Immendorff-Schule Birgit Farley
Bleckede. Vor knapp 16 Jahren war Pädagogin Käthe Frank nach Bleckede gekommen, um die kommissarische Leitung an der Kurt Löwenstein Schule zu übernehmen. Im Februar 2004 wurde sie dann, mit bereits 59 Jahren, Rektorin der Jörg-Immendorff-Schule/Hauptschule Bleckede. Nach 6 Jahren des Engagements und Einsatzes verabschiedete sie sich nun am Freitag, den 29. Januar im Rahmen einer Feierstunde offiziell aus dem aktiven Schuldienst.
Neben vielen Kolleginnen und Kollegen aus der Schule und den befreundeten Schulzentren, konnte Konrektor Erhard Jester in seiner Ansprache unter anderem den Bleckeder Bürgermeister Jens Böther, Martin Wiese, Vertreter des Landkreises Lüneburg und Maria Schult von der Landesschulbehörde begrüßen. Letztere bedankte sich in ihrer Rede bei Käthe Frank für ihre geleistete Arbeit an der Schule. Viele Prozesse und Projekte wären mit ihrer Hilfe vorangebracht und abgeschlossen worden, wie die Berufsorientierung und die Gewaltprävention. „Sie sind nicht nur ein Vorbild für die Schüler, sondern auch für ihre Kollegen“, fasste Schult zusammen. Dem hatte Bürgermeister Jens Böther nicht mehr viel hinzuzufügen. Eine „Eins mit Sternchen“ würde er der Rektorin auf ihrem Abschlusszeugnis geben. Seiner Meinung nach sei die Jörg-Immendorff-Schule die beste Hauptschule im gesamten Landkreis Lüneburg.
Schülersprecherin Mareike Warnecke betonte, wie wichtig Frank für die Schule gewesen sei. Bei ihr hätten sich die Schüler immer verstanden gefühlt, stets hätte sie für „ihre Kinder“ gekämpft, nie die Hoffnung an sie verloren. „Sie sind das Beste, was dieser Schule passieren konnte“, fasste es die Schülerin zusammen. Auch einige Lehrkräfte und Sozialarbeiter des Kollegiums nutzen noch einmal die Gelegenheit, um sich bei Frank zu bedanken, die „auch in Krisen das Boot erfolgreich und elegant über Wasser gehalten hat.“
Für besondere Heiterkeit sorgte Konrektor Erhard Jester, der bereits seit ihrer Ankunft mit Käthe Frank zusammengearbeitet hat. Als besonderes Merkmal nannte er die unermüdliche Art der geborenen Neuhauserin, die manchmal ein wenig zu viel Zeit und Arbeit in ihre Schule steckte - oft zum Leidwesen ihres Mannes. „Ihr Tag hat wohl mehr als 24 Stunden“, vermutete Jester und fügte in Anspielung auf ihren ‚Biss’ hinzu: „Das Bild eines Terriers drängt sich mir auf.“ Der begeisterte Beifall des Publikums verriet mehrheitliche Zustimmung.
Eine Vorstellung davon, wie Franks zukünftiges Leben als Pensionärin aussehen könnte, entwickelten die Lehrkräfte Meike Höbermann und Michelle Jensen, die in einem kleinen Sketch Ehepaar Frank auf Wanderschaft spielten. 12 Kilometer am Stück laufen, auf Reisen gehen, dafür wäre jetzt genügend Zeit. Und „mit 66 Jahren“ finge das Leben bekannter Weise ja erst an.
Und damit Käthe Frank für ihren Weg auch passend ausgestattet ist, bekam sie auch gleich die richtige Ausrüstung, mitsamt Wanderstock und Kompass geschenkt: „Damit sie auch stets den Weg in den sonnigen Süden findet.“ Als ‚Schleife oben drauf’ gab es dann noch ein Ständchen des gesamten Kollegiums.
Am Ende der Veranstaltung ergriff die sichtlich gerührte Käthe Frank das Wort, um sich bei allen zu bedanken, die sie in der ganzen Zeit bei ihrer Arbeit unterstützt haben, insbesondere bei ihrer Familie. Ein großer Dank ging auch an all ihre Schüler und das Kollegium, die ihr eine „sehr schöne Verabschiedung“ bereitet hatten.
„Gemeinsam sind wir stark“, das wäre ihr Leitspruch in den vergangenen sechs Jahren gewesen und die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Schulen, wie der Kurt Löwenstein Schule wäre immer groß geschrieben worden. Ihre Hoffnung sei nun, dass diese Tradition auch so weitergeführt werde. „Wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt noch viel zu tun“, merkte sie an. Diese Worte galten vor allem ihrer designierten Nachfolgerin, Birgit Farley, der sie im Anschluss noch viel Erfolg und Glück für die Zukunft wünschte. -EP-Redaktion/cb-
