02.02.2010

Scheunenbrand in Lemgrabe

Dahlenburg/Lemgrabe. Am Freitagmorgen gegen 8.45 Uhr entdeckte Landwirt Jürgen Staacke Rauchentwicklung aus dem Dach seiner Kartoffelscheune in Dahlenburg-Lemgrabe. Die sofort alarmierte Feuerwehr der Samtgemeinde Dahlenburg rückte mit den Ortswehren Dahlenburg, Dahlem, Harmstorf-Köstorf und Ellringen des Löschzuges I sowie mit den Ortsfeuerwehren Lemgrabe, Gienau, Seedorf und Boitze des Löschzuges III aus. Zur weiteren Unterstützung wurden die Feuerwehr Nahrendorf-Oldendorf des II. Zuges und das Drehleiterfahrzeug aus Bleckede angefordert. Die Wehren der Samtgemeinde Dahlenburg waren mit 92 Feuerwehrfrauen und –männern, darunter 16 Trupps unter Atemschutz, unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Ottmar Möller am Einsatzort.

Die starke Rauchentwicklung wies den Feuerwehren schon bei der Anfahrt zur Brandstelle den Weg in die Ortslage Lemgrabe. Durch dichte Qualmwolken aus dem Dach und aus der 40 mal 10 Meter großen Scheune war es der Feuerwehr nicht möglich in das Gebäude zu gelangen, daher musste der Löschangriff von außen und von zwei Seiten geführt sowie das Dach geöffnet werden. Eingesetzt wurden drei B-Rohre und sieben C-Rohre sowie einem Wenderohr über der Bleckeder Drehleiter, von der aus mit einem kräftigen Strahl die Dachpfannen entfernt wurden. Das Wasser lieferte der Hydrant, außerdem pumpten zwei Motorspritzen Löschwaser aus dem Teich.

In der Scheune lagerten etwa 120 Tonnen Kartoffeln. Zudem waren Ernteanhänger und Gerät dort untergestellt. Die zur Isolation dienenden Strohballen, die im Oberbereich des Gebäudes brannten, erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Daher ging es zunächst darum, diese Brandherde abzulöschen und zu vermeiden, dass das Feuer auf das Nebengebäude übergriff.

Eine Person wurde durch den Rettungsdienst mit einer Rauchgasvergiftung ins Städtische Klinikum nach Lüneburg gebracht. Der Gebäudeschaden wird von den Brandermittlern der Polizei Lüneburg auf etwa 200.000 Euro geschätzt, ohne Gerät und Anhänger. Zum Einsatz kam auch die Wärmebildkamera der Molda AG Dahlenburg, um eventuelle Brandnester aufzuspüren. Für die Dauer des Einsatzes war die Landesstraße zwischen Ortsausgang Dahlenburg und Lemgrabe für mehrere Stunden gesperrt. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Mittagsstunden hin, gegen 14.00 Uhr war der Einsatz beendet. Die Feuerwehr Lemgrabe-Dumstorf stellte bis in die Freitagabendstunden eine Brandwache, musste jedoch am Samstagmorgen noch einmal ausrücken um letzte Glutnester abzulöschen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. -EP-Redaktion/jw-

 

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28.07.2010
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